Die Teams der Formel 1: Red Bull Racing
   
Fahrer / Startnr: David Coulthard (Großbritannien) / 9
Mark Webber (Australien) / 10
Testfahrer: Sebastian Buemi (Schweiz)
Teamchef: Christian Horner
Technischer Direktor: Adrian Newey
Bolide: Red Bull RB4
Motor: Renault RS 27
F 1 Debüt: 2005 Australien
Größte Erfolge: 5. Platz 2007
Saison 2007: 5. der Konstrukteurs-WM
Homepage: www.redbullf1.com
Der Rennstall des Milliardärs Dietrich Mateschitz fährt gegen den Trend, denn bei Red Bull bleiben sie bei den Alten: Während die meisten Teams in der Formel 1 ein munteres Wechselspiel mit ihren Stammpiloten trieben und gerne junges Blut akquirierten, bleibt das österreichische Team seinen beiden Veteranen treu. Sowohl David Coulthard als auch Mark Webber haben die 30 Lenze längst überschritten.
Sie sollen den neuen RB4 wie schon im Vorjahr, als das Team im dritten Jahr seiner jungen Formel-1-Historie Fünfter in der Konstrukteurswertung wurde, noch häufiger in die Punktezone steuern. «Er sieht super aus mit vielen schönen Details», sagte Coulthard über den Wagen mit Renault-Aggregat aus der Hand von Formel-1-Star-Designer Adrian Newey. «Ich erlebte bereits einige Shakedowns, bei denen wir uns abquälten, um wenigstens eine Installations-Runde zurücklegen zu können», scherzte Coulthard. Dabei zeigt sich der Nachfolger des RB3 nicht unbedingt in völlig neuen Kleidern. Da man bei Red Bull erst in der zweiten Saisonhälfte die anfänglichen Probleme mit dem RB3 in den Griff bekam, setzte man nun auf eine Weiterentwicklung anstelle einer revolutionären Neuheit. Damit hätte man wohl auch den finanziellen Rahmen eines Milliardärs gesprengt.
Die Evolution soll vor allem zuverlässiger sein. Denn wegen der vielen technischen Probleme 2007 verschenkte man in der Konstrukteurs-WM trotz den erreichten 24 Punkten zu viele Resultate unter den besten Acht. Zusammen mussten die beiden Piloten ihre Rennwagen zehn Mal neben der Piste abstellen, bevor die Ziellinie in Sicht kam. Für Coulthard, Webber und vor allem Newey wird die kommende Saison deshalb ein Jahr der Bewährung.
«Was das 2008er Auto betrifft», erklärt Newey, «hatten wir mehr Zeit für die Feinabstimmung des Gesamtpakets, nachdem die Konstruktionsphase des 2007er Rennwagens unter Zeitdruck über die Bühne gegangen war, weil uns Details des Motors erst zu einem sehr späten Zeitpunkt des Programms bekannt wurden. Diesmal, mit allem Wissen über den Renault-Motor, konnten wir die Installation sorgfältiger durchführen.»
Das ermutigte auch Teamchef Christian Horner zu großem Optimismus: «Erstmals gehen wir mit demselben Motorenpartner in eine neue Saison. Dank Kontinuität in der Konstruktions-Abteilung verlief der Winter derart problemlos, wie ich es zuvor nicht gesehen habe. Im Verlauf der drei letzten Rennen 2007 waren wir theoretisch das viertschnellste Team innerhalb einer umkämpften Gruppe. Darauf wollen wir aufbauen.» Dann könnte es auch mit Webbers Zielsetzungen klappen: «Es besser als im Vorjahr machen. Wir wollen mehr WM-Punkte als im letzten Jahr holen.»
(Stand: März 2008)

© Deutsche Presse Agentur GmbH 28.02.2008 / 23:12:22
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