| Die Piloten der Formel 1: Kimi Räikkönen |
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| Erfolg macht doch sexy: Der eher schweigsame und medial schwer vermittelbare Kimi Räikkönen hat mit dem Gewinn des WM-Titels für Ferrari auch die Herzen der letzten Tifosi erobert. «Schumi» war gestern, jetzt regiert der coole «Iceman» bei den Roten aus Maranello. Das Erbe hätte nicht schwerer sein können für den Finnen: Im Jahr eins nach der Erfolgs-Ära Michael Schumacher wurde Räikkönen in Italien nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Doch der Finne hatte gleich die richtige Antwort parat: Mit seinem Sieg zum Saisonauftakt im australischen Melbourne nährte er die Hoffnungen der Scuderia auf eine neue Ära. |
| Und der Finne ist auch nach seinem ersten WM-Titel weiter hungrig auf Erfolg. «Wer glaubt, ich bin satt und zufrieden, der irrt sich», sagte der Champion. «Mir hat es nie Spaß gemacht, um fünfte oder sechste Plätze zu fahren. Ich bin hier, um zu gewinnen. Im Gegenteil: Selbst ein dritter Platz fühlt sich nicht mehr gut an», meinte der 28-Jährige vor Beginn der neuen Saison. |
| Als Hauptkonkurrenten im WM-Rennen schätzt der «Iceman» erneut McLaren-Mercedes ein, allen voran Lewis Hamilton. «Wir wollen gewinnen und beide Titel verteidigen. Das wird schwierig», prognostizierte Räikkönen ein erneutes Rad-an-Rad-Duell um die WM. Renault mit Rückkehrer Fernando Alonso, und BMW-Sauber mit Nick Heidfeld und dem Polen Robert Kubica räumt er Außenseiterchancen ein |
| Besonders wertvolle Tipps verspricht sich Räikkönen von Michael Schumachers «Hilfsdiensten» bei Ferrari. Der nach sieben WM-Titeln, 91 Grand-Prix-Siegen und zahlreichen weiteren Bestmarken zurückgetretene Rekord-Weltmeister verfügt im Gegensatz zu seinen Ferrari-Nachfolgern beispielsweise über reichlich Erfahrung mit dem Fahren ohne Traktionskontrolle. Dieses elektronische Hilfsmittel, das ein kontrolliertes Durchdrehen der Räder garantiert, ist in der am 16. März in Melbourne beginnenden Saison verboten. «Für uns ist es gut, wenn Michael testet, wenn wir nicht können. Er hat viel Erfahrung», lobte der Finne die Arbeit seines Vorgängers. |
| Dass er als Nachfolger von Michael Schumacher, der mit der Scuderia fünfmal in Serie den Fahrertitel einfuhr, an dem Deutschen gemessen wird, stört Räikkönen nicht: «Michael ist Geschichte, und ich beschäftige mich nicht so oft mit der Vergangenheit», sagte er. Auch als der Finne auf sein Karriereende angesprochen wurde, blieb des «Iceman» ganz cool: «Das dauert noch.» Sein Vertrag bei Ferrari gilt bis einschließlich 2009. Angeblich soll er dort 25 Millionen Euro pro Jahr verdienen. |
| (Stand: März 2008) |
