Die Teams der Formel 1: BMW Sauber F1 Team
   
Fahrer / Startnr: Robert Kubica (Polen) / 5
Nick Heidfeld (Deutschland) / 6
Testfahrer: Christian Klien (Österreich)
BMW Motorsport Direktor: Mario Theissen
Technischer Direktor: Willy Rampf
Stammsitz: Hinwil (Schweiz)
Bolide: F1.09
Motor: BMW P86/9
F 1 Debüt: 2006 Bahrain
Größter Erfolg: 2. Platz 2007
Saison 2008: 3. der Konstrukteurs-WM
Homepage: www.bmw-sauber-f1.com
Der Grand Prix von Kanada hat für das Team BMW-Sauber alles verändert: Durch den Doppelerfolg 2008 bewies der junge F1-Rennstall schon nach zweieinhalb Jahren Siegerqualitäten. Neben dem Ausrufezeichen in Montreal gelang es den beiden Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica auch, den Abstand zu den Toprivalen McLaren-Mercedes und Ferrari zu verringern. Doch mit dem Erfolg wächst die Erwartung. Das Ensemble um BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen ist kein Geheimtipp mehr: In der kommenden Saison sind die Blau-Weißen Titelaspirant. «Wir wollen mit den beiden anderen großen Teams um den Titel kämpfen und mit denen, die es auch noch dorthin schaffen», sagte Theissen bei der Präsentation des F1.09. «Wir sind uns bewusst, dass das ein sehr hohes Ziel ist. Es ist der letzte Schritt, und der ist bekanntlich der schwierigste.»
Zumindest sprechen drei Faktoren für den dritten der Teamwertung 2008: Eine starke technische Mannschaft, das zuverlässigste Auto in der Formel 1 und zwei starke Fahrer, die mit ihren unterschiedlichem Fahrstil eigene Antworten auf das veränderte Reglement finden werden. Ob nun der aggressivere Pole Kubica, der mit zuletzt 75 WM-Punkten und dem Montreal-Sieg mit dem alten Auto besser zurecht kam, oder der Mönchengladbacher Heidfeld, der 2008 alle 18 Zielflaggen sah und 60 WM-Punkte sammelte; Beide haben das Potenzial, ganz nach oben zu fahren.
Vor allem die neue Vorschrift, dass ein Motor nun drei statt bisher zwei Rennen eingesetzt werden muss, ist ein deutlicher Vorteil für BMW-Sauber. Mit einer Ausfallrate von nur 5,6 Prozent war 2008 kein anderes Team so zuverlässig. So konnte immer dann gepunktet werden, wenn die Konkurrenz patzte. Kubica wünscht sich, «dass wir zu Saisonbeginn so stark sind wie 2008 und diese Performance bis zum Finale halten können». Der Pole hatte in aussichtsreicher Situation auf den WM-Titel mit gutem Material vor den letzten Rennen kritisiert, man habe sich bei BMW-Sauber zu früh auf 2009 konzentriert. Danach sei das Auto für den Endspurt nicht mehr konkurrenzfähig gewesen.
Unter dem Technischen Direktor Willy Rampf arbeitet immerhin eine schlagkräftige Mannschaft, die auch in kürzester Zeit reagieren kann: Beim Roll out des F1.08 munkelte man von einer unzähmbaren Bestie, doch nach nur 50 Tagen harter Arbeit beeindruckte das Auto schon in Australien beim ersten GP 2008.
Ein Jahr später erhoffen sich die Blau-Weißen im Titelkampf mit dem F1.09 vor allem einen Vorteil durch das aufwendig entwickelte Energie-Rückgewinnungssystem KERS, gegen dessen Einsatz einige Konkurrenten heftig wettern. Von außen betrachtet fallen an dem neuen Wagen vor allem die viel höhere und breitere Nase auf, auch die Seitenkästen sind vorne höher. Kubica ist sich sicher: «Ich erwarte recht große Unterschiede zwischen den Autos, vor allem zu Beginn der Saison.»
Angst vor einem Rückschlag hat man bei BMW nicht. «Wir haben in den drei Jahren des Bestehens des BMW Sauber F1 Teams unsere selbst gesteckten Ziele immer erreicht und sind zuversichtlich, dass uns dies auch in der kommenden Saison gelingen wird», ist sich Theissen sicher und warf den Fehdehandschuh ohne Zögern in den Ring.
(Stand: März 2009)

© Deutsche Presse Agentur GmbH 16.03.2009 / 11:47:02
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