| Die Teams der Formel 1: Toyota Racing |
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| Die Liste der unangenehmen Fragen wird bei Toyota von Jahr zu Jahr länger und die passenden Antworten werden nicht gefunden. Der weltweit größte Automobilhersteller aus Japan pumpte seit 2002 zwar Milliarden in das Prestige-Objekt Formel 1, doch vor der siebten Saison von Toyota konnte man dort zuletzt nur mühevoll das Gesicht wahren. Die hochgesteckten Ziele vor den Rennen 2007 (Motorsport-Präsident John Howett: «Optimistisch, dass wir den ersten Sieg holen und dann auch einmal in der Lage sind, um den WM-Titel zu kämpfen.») wurden nicht annähernd in die Tat umgesetzt. Das Tal wähnte man bereits 2006 durchschritten zu haben, nun aber ist völlig offen, ob die Talsohle überhaupt schon erreicht ist. |
| Statt des erhofften Anschlusses an die Liga-Beherrscher Ferrari und McLaren-Mercedes fuhren die Deutsch-Japaner mit 13 Punkten in der Konstrukteurswertung ihr drittschlechtestes Ergebnis in der Formel 1 ein. Nur bei ihrem Debüt 2002 ( zwei Punkte) und 2004 (neun) gab es weniger Punkte. Damit rangierte Toyota im Vergleich nur auf Platz sechs - nach der Disqualifikation von McLaren-Mercedes. Das fünftplatzierte Team von Red Bull sammelte nahezu doppelt so viele Punkte (24). Howett musste zähneknirschend eingestehen: «2007 war sicherlich ein schwieriges Jahr für Toyota. Trotz harter Arbeit des Teams, das Verbesserungen erzielen wollte, gelangen uns nicht die erhofften Resultate.» Deshalb schraubt Teamchef Tadashi Yamashina die Messlatte auch deutlich herunter: «Es muss das Ziel für 2008 sein, regelmäßig in die Punkte zu fahren und ab und zu aufs Podium zu kommen.» |
| Händeringend sucht der zum Erfolg verdammte Chef nach positiven Erkenntnissen. «Die Zuverlässigkeit» sei «besonders zufriedenstellend», es habe keine «signifikanten Probleme mit dem Chassis oder dem Motor» gegeben. Für Spitzenteams nicht mehr als das kleine Einmaleins im Motorsport. Es reicht nicht, einen guten Motor zu besitzen. Die Kunst ist es, ein erfolgreiches Auto zu bauen, bei dem alle Teile miteinander harmonieren. Die größten Probleme gab es beim TF 107 mit der Aerodynamik. Weil man diese bei Toyota nicht in den Griff bekam, konnte die Kraft des Motors nicht optimal auf die hinteren Räder gebracht werden: Damit fehlte es an Grip. Ein Problem, mit dem man nach der Verpflichtung von Pascal Vasselon als Technischen Direktor nicht unbedingt gerechnet hätte. Schließlich arbeitete der Franzose vorher als Reifeningenieur. Den neuen TF108 hat er komplett überarbeitet. «Wir haben ein neues Konzept», verrät Vasselon. |
| So lässt man sich den Mut für 2008 nicht nehmen. Mit Jarno Trulli hielt man den glücklicheren der beiden Fahrer und setzte in das Cockpit von Ralf Schumacher, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, einen anderen Deutschen: Timo Glock. Damit ist zumindest vor Saisonbeginn eine klare Hierarchie unter den Fahrern festgelegt und man erspart sich einen Kräfte zehrenden Hahnenkampf. Gemäßigt sind dann auch Glocks Visionen für seine erste Amtszeit: «Dies ist für mich ein Neuanfang. Ich will das Team gemeinsam mit Jarno wieder in die Top 10 bringen.» |
| (Stand: März 2008) |
