Die Teams der Formel 1: Super Aguri F1 Team
   
Fahrer / Startnr: Takuma Sato (Japan) / 18
Anthony Davidson (Großbritannien) / 19
Testfahrer: James Rossiter (Großbritannien)
Teamchef: Aguri Suzuki
Technischer Direktor: Mark Preston
Bolide: SA 07
Motor: Honda RA807E
F 1 Debüt: 2006 Bahrain
Saison 2007: 9. der Konstrukteurs-WM
Homepage: www.saf1.co.jp
Nach nur 22 Starts in der Formel 1 gelang dem jungen Team Super Aguri die erste Fahrt in die Punkteränge: Takuma Sato steuerte beim GP von Spanien den SA 07 vergangene Saison auf den achten Rang. Eine Glanzleistung, die dem Rennzirkus eine kleine Sensation bescherte. Nur zwei Rennen später in Kanada folgte die Bestätigung. Sato fuhr bis auf den sechsten Rang vor. Was zunächst nach einem unglaublichen Märchen eines Hinterbänklerteams aussah, endete so schnell es begonnen hatte. Die Konkurrenz entwickelte ihre Boliden in der zweiten Saisonhälfte weiter, während die Gelder bei Super Aguri plötzlich knapp wurden. Nachdem der Hauptsponsor des Teams die versprochenen Dollar nicht mehr überwies, waren den verantwortlichen Aguri-Konstrukteuren die Hände gebunden. Folglich fuhren die Piloten wieder hinterher. Trotzdem schaffte es das Team in der Konstrukteurs-WM auf Platz neun - vor dem ärgsten Rivalen Spyker (heute Force India).
Nicht zuletzt deshalb zog Teamchef Aguri Suzuki sein Fazit mit breiter Brust: «Unser Ziel war eine Top-Ten-Position und ein WM-Punkt. Wir haben mehr erreicht, also bin ich sehr glücklich.» Aguris Sportdirektor Graham Taylor zollte aber nicht nur Sato seinen Respekt, sondern auch dem zweiten Fahrer Anthony Davidson: «Beide haben eine exzellente Freundschaft zu ihren Crews aufgebaut und werden uns auf dem Weg nach vorne gut unterstützen. Unser Vorteil ist die hohe Moral.»
Wie wichtig der Erfolg für das Überleben des Teams mit dem Mini-Etat und nur knapp 100 Angestellten ist, zeigt auch ein Vergleich mit Zahlen aus dem Sponsoring. Nach einem Bericht des Fachmagazins «Formula Money» erzielte Super Aguri in der vergangenen Saison Sponsoren-Einnahmen in Höhe von lediglich 3,5 Millionen Euro - Ferrari kam auf über 126 Millionen Euro und beschäftigt rund 500 Menschen.
(Stand: März 2008)

© Deutsche Presse Agentur GmbH 28.02.2008 / 23:11:51
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